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Elektrokettenzüge

Rosinski bietet Ihnen eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Elektrokettenzügen an. Unser Sortiment an elektrisch betriebenen Hebezeugen namenhafter Hersteller vereint robuste, zuverlässige, wartungsfreundliche und leicht handelbare Elektrokettenzüge mit einem hohen Grad an Sicherheit.

Unsere Hebegeräte lassen sich stationär an einem festen Standort anbringen oder mobil auf dem Werkstattwagen einsetzen. Mit ihrer Haken- bzw. Bügelaufhängung sind sie im Nu an Anschlagpunkten eingehakt und unversehens angeschlossen. Mit Fahrwerken dienen die elektrischen Kettenzüge als perfektes Hubwerke für Krane.
ROSINSKIshop vertreibt Elektrokettenzüge führender Hersteller. Zu unseren Marken zählen: Demag, Hadef, Yale, Stahl CraneSystem, Kito und mehr

Stationär aufgehängte Elektrokettenzüge sind elektrisch angetriebene Hebezeuge, die den Bestimmungen der DGUV Vorschriften 54 (ehemals BGV D8) unterliegen. Mit Handfahrwerk oder E-Fahrwerk kommt die Bestimmung für Krane nach DGUV Vorschrift 52 (ehemals BGV D6) hinzu.

Was sollten Sie beim Kauf bedenken ?

In erster Linie unterscheiden sich die Elektrokettenzüge in ihrer Belastbarkeit. So lässt sich jeder einzelne Typ innerhalb einer Marke für leichte wie schwere Aufgaben auslegen. Neben der Tragkraft spielt hier die Frage nach der Nutzung eine gewichtige Rolle.
Auch der Hub, die Hubgeschwindigkeit, die Bedienung und die Aufhängung sind Fragen, die bei der Wahl eines Elektrokettenzuges entscheidend sind.

Aufhängung von Elektrokettenzügen

Elektrische Kettenzüge stationär

Elektrokettenzug stationär

Stationäre Kettenzüge können die Last nur anheben und absenken. Mit Aufhängehaken versehen eignen sie sich gut als Montagezüge.

Elektrische Kettenzüge mit Rollfahrwerk

Elektrokettenzug mit Rollfahrwerk

Die Elektrokettenzüge mit integriertem Rollfahrwerk ermöglichen eine kompakte Bauform. Durch das eingebundene Rollfahrwerk verringert sich das kürzeste Hakenmaß.
Die Elektrokettenzüge mit Rollfahrwerk werden in zwei Ausführungen angeboten: mit einem Standard Fahrwerk und für große Flanschbreiten.

Elektrokettenzüge mit Haspelfahrwerk

Elektrischer Kettenzug mit Haspelfahrwerk

Für das genaue platzieren von Lasten eignen sich Elektrokettenzüge mit Haspelfahrwerk besonders gut. Es ist eine günstige Alternative zu Elektrokettenzügen mit Elektrofahrwerk.
Die Elektrokettenzüge werden hier mittels einer Bedienerkette (Handkette) verfahren. Dadurch lassen sich auch schwere Lasten einfach bewegen.

Elektrokettenzüge mit Elektrofahrwerk

Elektrokettenzug mit Elektrofahrwerk

Elektrokettenzüge mit Elektrofahrwerk bieten in jeder Werkhalle und Werkstatt eine effiziente Arbeitsbedingung. Bequemes verfahren der Last in vertikaler und horizontaler Richtung.
Beim Kauf von Elektrokettenzügen mit Elektrofahrwerk sind nicht nur das Hubwerk Kaufentscheidend sondern auch das Fahrwerk mit der Fahrgeschwindigkeit.

Dimensionierung der Kettenzüge

Sie sollten beim Kauf eines Elektrokettenzuges immer Reserven einplanen. Damit erhöhen Sie die Haltbarkeit des Zuges.
Höhere Tornagen können durch Einscherung der Lastkette erreicht werden. Denken Sie daran, dass sich bei Einscherung die Lastkette bei gleichem Hub vervielfacht. Der Zug wird schwerer und langsamer.
Achtung! Bei Montagezügen mit eingeschertem Laststrang kommt es häufig vor, dass diese mit verdrehter Kette aufgehängt werden. Beim Transport kann sich der Haken umschlagen und die Kette verdrehen. Laien fällt dies oft nicht auf und bedienen den Zug. Eine verdrehte Lastkette kann große Schäden am Zug hervorrufen. Rosinski empfiehlt daher immer einsträngige Kettenzüge für Montagearbeiten.

Steuerung

Elektrische Motorsteuerungen werden in Direktsteuerung und Schützsteuerung unterschieden. Bei Direktsteuerung werden zwei Phasen mit jeweils 230 V im Bedienteil gedreht. Bei der der Schützsteuerung übernehmen die Phasenumkehr Schütze. Diese werden für mehr Sicherheit mit 24 V oder 48 Volt angesteuert. Dadurch hat der Anwender auf dem Steuerschalter eine geringere Spannung.

Antrieb mit 230 Volt oder 400 Volt

Elektrokettenzüge werden mit zwei unterschiedlichen Spannungen angeboten. Mit 230 Volt Wechselstrom und mit 400 Volt Drehstrom. Bei der Spannung 400 Volt versorgen drei phasenversetzte Stromadern mit jeweils 230 Volt Wechselstrom den Motor des Elektrokettenzuges mit Strom.
In Industriebetrieben, Gewerbehallen oder Werkstätten sind 400 Volt für gewöhnlich vorhanden. Die Motoren sind sehr leistungsstark wodurch hohe Tragkräfte erzielt werden können.
Die Spannung 230 Volt findet sich zudem auf jeder Baustelle und Arbeitsstätte. Diese Spannung wird auch Lichtstrom genannt. Dadurch sind elektrische Kettenzüge mit einem 230 Volt Motor bei Montagen flexibler einsetzbar.
Die Motoren sind aber deutlich anfälliger und nicht so leistungsstark wie herkömmliche Drehstrom-Motor. Die maximale Tragkraft bei Wechselstrom-Motoren mit 230 V liegt bei 1000 kg.

Wieviel Hub benötigen Sie

Der Begriff Hub gibt den zu hebenden Weg an. Wenn Sie eine Last drei Meter hochziehen möchten, dann beträgt der Hub drei Meter. Entscheidend ist immer der Weg des Hakens bis zum Ketteneinlauf am Kettenzug.
Im ROSINSKIshop können Sie die Länge der Lastkette frei bestimmen. Die Steuerleitung lässt sich dem Hub anpassen oder individuell ablängen. Letzteres kommt vor, wenn der Bediener in einer anderen Entfernung zum Zug steht als der Hub lang ist.
Beachten Sie besonders bei großen Hüben, dass hierbei auch die Einschaltdauer eine Rolle spielen kann. Die Einschaldauer gibt an, wie lange der Zug unter Volllast ohne Pause fahren darf.

Wie häufig soll der Elektrokettenzug eingesetzt werden

In Fertigungsstraßen laufen Elektrokettenzüge häufig rund um die Uhr. Hierbei spielt nicht nur die Einschaltdauer eine Rolle sondern auch die Einstufung der Hebezeuge. Rechnen Sie immer genügend Reserven ein.

Einstufungen

Die individuelle Anpassung

Elektrokettenzüge werden schon beim Kauf auf eine mittlere theoretische Lebensdauer von 10 Jahren ausgelegt. Bei ihrer Projektierung werden möglichst alle vorhersehbaren Anforderungen an den Elektrokettenzug berücksichtigt. Ziel ist es, den Elektrokettenzug so belastbar als nötig auszurüsten, ihn gleichzeitig aber auch kompakt und so schnell als möglich auszulegen.

Über die Einstufung der Hebezeuge nach FEM 9.511 wird der Elektrokettenzug mit passendem Antrieb, in angemessener Baugröße und benötigter Einscherung ausgerüstet.

Bei optimaler Auslegung verrichtet das Hebezeug, abgesehen von Verschleißerscheinungen, problemlos 10 Jahre, ohne das es ermüdet oder altersbedingt versagt. Der Preis bleibt moderat, weil eine Überdimensionierung vermieden wird und keine Überkapazitäten enthalten sind, die im tatsächlichen Betrieb eh nicht abgerufen werden könnten.

Bei irrtümlicher Unterschätzung der tatsächlichen Anforderungen, würde der Elektrokettenzug zu schwach eingestuft werden. Im realen Betrieb würde er ständig heiß laufen, viele Zwangspausen einlegen und dem geforderten Tempo nicht standhalten können. Seine tatsächliche Lebensdauer würde weit unter der Nutzungsdauer von 10 Jahren liegen. Dies hätte unverhältnismäßig hohe Zusatzkosten durch Wartung, Reparatur und eine vorzeitige Generalüberholung zur Folge.

Somit sollte man bei der Auswahl eines Elektrokettenzuges den Fachmann hinzuziehen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auslegung ihres Hebezeuges.

Einstufung nach der FEM 9.511

Die europäischen Hersteller (FEM - Federation Europeenne de la Manutention) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Abnutzung von Hubwerken ohne ein Demontieren der Elektrokettenzüge erfolgen kann. Schäden werden verhindert, die sonst zum Lastabsturz hätten führen können. So werden Materialermüdungen beispielsweise am Getriebe vorzeitig erkannt und verhängnisvolle Materialbrüche vermieden.

Nach diesem Verfahren wird die Betriebsdauer eines Elektrokettenzuges auf einen vordefinierten Zeitraum begrenzt. Nach Ablauf dieser Betriebsperiode, muss das Hebezeug außer Betrieb genommen oder beim Hersteller generalüberholt werden. Unter Umständen dürfen Sachverständige einen zeitlich befristeten Weiterbetrieb zulassen.

Die Lebensdauer bzw. der Zeitpunkt der Generalüberholung eines Elektrokettenzuges wird somit schon mit seiner Einstufung in eine Triebwerksgruppe vorbestimmt.

Bei einer der Einstufung entsprechenden Nutzung ergibt sich eine tatsächliche Nutzungsdauer von ca. 10 Jahren.

Die tatsächliche Beanspruchung des Elektrokettenzug, wird in bestimmten Zeitabständen, jedoch mindestens einmal jährlich, von einem Sachkundigen überprüft. Im Zuge der wiederkehrenden Prüfung muss der Betreiber gemäß DGUV Vorschrift 54, den verbrauchten Anteil der theoretischen Nutzungsdauer ermitteln. Sobald diese Nutzungsdauer abgelaufen ist, muss das Hebezeug außer Betrieb genommen werden. Für einen Weiterbetrieb bedarf es dann der Zustimmung durch einen Sachverständigen. In aller Regel wird in diesem Fall eine Generalüberholung des Hubwerkes angeordnet.

Somit ist sichergestellt, dass das Hebezeug nur innerhalb einer sicheren Betriebsperiode (S.W.P. – Safe Working Period) betrieben wird.

Berechnung der theoretischen Nutzungsdauer

Die tatsächliche Nutzung eines Elektrokettenzuges wird nicht immer den erwarteten Betriebsbedingungen entsprechen. Schwere und Dauer des Betriebs können von der geplanten Belastung abweichen. Durch Änderung der Arbeitsabläufe, Mehrschichtbetrieb oder Kurzarbeit kann die Nutzung einen Elektrokettenzuges stark variieren. Deswegen ist es sinnvoll, regelmäßig zu überprüfen, wie weit die zur Ermüdung führende Nutzung des Hubwerks fortgeschritten ist. Das heißt, die tatsächliche Nutzung des Hubwerks bis zum jeweiligen Prüftermin muss festgestellt und mit der der Auslegung zugrunde gelegten theoretischen Nutzung verglichen werden.

Zum Abgleich der Triebwerksgruppe muss zuerst das Lastkollektiv bestimmt werden. Anschließend erfolgt die Berechnung der mittleren Laufzeit pro Tag.

Das Lastkollektiv bildet die Beanspruchung eines Elektrokettenzuges in einem bestimmten Zeitraum ab. Es gibt an, in welchem Umfang ein Hebezeug der Höchstbeanspruchung oder nur kleineren Beanspruchungen im Betrieb ausgesetzt wird. Die FEM-Regel unterscheidet zwischen leichtem, mittlerem, schwerem und sehr schwerem Einsatz. Zum Beispiel liegt ein schwerer Einsatz vor, wenn das Hubwerk überwiegend mit Vollast beansprucht wird und ein leichter Betrieb, wenn nur wenige Male am Tag kleine und nur einige Male im Jahr schwere Lasten gehoben werden. Für jedes Kollektiv bietet die Industrie ein entsprechend ausgelegtes Hebezeug mit gleicher Tragfähigkeit an.

Zur Ermittlung des Lastkollektivs stehen exemplarisch vorgefertigte Lastfälle zur Verfügung, denen die Nutzung des Krans zugeordnet wird. Das resultierende Lastkollektiv wird mit der Tageslaufzeit und einem Unsicherheitsfaktor multipliziert, der die Betriebsdatenerfassung berücksichtigt. Das Ergebnis gibt die Teilnutzung bzw. den verbrauchten Anteil der theoretischen Nutzungsdauer für 1 Jahr wieder. Turnusmäßig wird dieser von der Lebensdauer des Krans abgezogen.

Die Triebwerksgruppe

Die Triebwerksgruppe gibt an, wie viele Betriebsstunden ein Elektrokettenzug bei vorgegebener Belastung maximal in Betrieb bleiben darf, bis eine Generalüberholung durchgeführt werden muss.

Ein Vergleich der errechneten Teilnutzung mit der Theoretischen Nutzungsdauer zeigt an, ob das Hubwerk noch innerhalb der sicheren Betriebsperiode arbeitet. Es wird quasi geprüft ob sich die Nutzung des Hebezeugs noch im Rahmen der auf dem Typenschild angegebenen Belastungsart befindet und ob der bestimmungsgemäße Gebrauch noch den Gegebenheiten entspricht.

Gemäß der FEM 9.511 ist die Bezeichnung der Triebwerksgruppen wie folgt: 1Dm, 1Cm, 1Bm, 1Am, 2m, 3m, 4m und 5m, während sie in der ISO 4301-1 als M1, M2, M3, M4, M5, M6, M7 und M8 bezeichnet werden.

Gemäß der folgenden Tabelle beträgt die theoretische Nutzung für die einzelnen Triebwerksgruppen:

Triebwerksgruppe Theoretische Nutzung D
1Dm / M1 100 h
1Cm / M2 200 h
1Bm / M3 400 h
1Am / M4 800 h
2m / M5 1600 h
3m / M6 3200 h
4m / M7 6300 h
5m / M8 12500 h

Die Einschaltdauer

Die Einschaltdauer (ED) gibt das maximal zulässigen Betriebsintervall an, nach dem eine Ruhephase zu erfolgen hat. Richtet sich der Bediener nach dieser Angabe und hält nötige Ruhezeiten ein, so schützt er das Gerät vor Beschädigungen durch Überlastung. Diese Angabe ist notwendig da technische Geräte unterschiedlich stark ausgelegt sind. Es wäre ja auch unwirtschaftlich alle Elektrokettenzüge auf ein Maximum an Belastbarkeit auszulegen. Ein Elektrokettenzug an einem Förderband, dass Werkstücke im Minutentakt Aufnehmen und Ablegen muss, ist anders einzustufen, als ein Hebezeug in einem Pumpwerk, das nur alle halbe Jahre mal einen Schlauch oder eine Pumpe befördern muss.

Hebezeuge die nur sporadisch genutzt werden, um eine Last alle paar Stunden von A nach B zu transportieren, benötigen keine hohe Einschaltdauer. Noch dazu wenn sie nur mit einem Bruchteil ihrer Tragfähigkeit belastet werden.

Dagegen müssen Elektrokettenzüge für Lasten nahe der Nennlast, mit hohen Taktfrequenzen oder langen Hüben mit einer hohen Einschaltdauer ausgestattet werden.

So lässt sich an der Einschaltdauer die Belastbarkeit eines Kettenzuges unmittelbar ablesen und die Eignung des Elektrokettenzuges für eine konkrete Anwendung beurteilen. Die Einschaltdauer sollte daher unbedingt zur Qualitätsbeurteilung herangezogen werden.

Die Einschaltdauer ist übrigens für alle Elektrowerkzeuge ein gewichtiges aussagefähiges Kriterium.

Beispielsweise haben Elektrowerkzeuge für den Heimwerkerbereich meist nur eine kurze Einschaltdauer, wohingegen für den gewerblichen Einsatz eine hohe Einschaltdauer üblich ist. Profigeräte sind aus diesem Grund deutlich teurerer, da ihr Antrieb, das Getriebe und die Elektrik meist auf Dauerbetrieb ausgelegt sind. Bei der Bohrmaschine werden beispielsweise Getriebeteile für die Profimaschine dann nicht mehr aus Plastik sondern aus Metall gefertigt.

Was sagt die Einschaltdauer aus ?

Die Einschaltdauer wird für einen zehn Minütigen Zyklus angegeben. So entspricht ein Wert von 40 % einem Kurzzeitbetrieb von 4 Minuten bei Volllast, wonach der Elektrokettenzug für 6 Minuten Ruhen und Abkühlen muss.

Ein Elektrokettenzug mit einer Hubgeschwindigkeit von 4 m/min und einer Einschaltdauer von 30 % muss bei Vollast schon nach 12 m Hub aussetzen und eine Pause von 7 Minuten einlegen. Soll dieser Elektrokettenzug einen Hub von 20 m auf der Baustelle verrichten, ist er zu schwach ausgelegt oder zwingt zu vielen Pausen.

Beim polumschaltbaren Motor bzw. einem Elektrokettenzug mit zwei Hub-Geschwindigkeiten, wird die Einschaltdauer sowohl für den Haupthub als auch für die Feinhubgeschwindigkeit angegeben, beispielsweise 40/20% ED.

Die Nennbetriebsart

Die Nennbetriebsarten sind u. a. in der DIN VDE 0530-1 und der EN 60034-1 festgelegt. Sie beschreiben die angedachte Beanspruchung einer elektrischen Maschine. Fehlen ihre Angaben auf den Typenschildern, sind die Maschinen auf Dauerbetrieb ausgelegt.

Neben der Nennbetriebsart sind Angaben wie die Schaltspiele pro Stunde und die Einschaltdauer erforderlich, um die Belastbarkeit einer Maschine einschätzen zu können. Wenn neben der Nennbetriebsart nur die Einschaltdauer angegeben ist, beträgt die Spieldauer 10 Minuten.

VDE 0530-1Betriebsart
S1Dauerbetrieb, konstante Belastung
S2Kurzzeitbetrieb, konstante Belastung
S3Aussetzbetrieb ohne Einfluss des Anlaufens auf die Temperatur
S4Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens auf die Temperatur
S5Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens & Bremsen auf die Temperatur
S6Durchlaufbetrieb mit Aussetzbelastung
S7Dauerbetrieb mit Anlauf & Bremsen
S8Dauerbetrieb mit Laständerung

Auslegung in Schaltungen

Ein Schaltspiel bezeichnet in der Elektrotechnik einen vollständigen Wechsel eines Schaltzustandes. Bei einem Elektrokettenzug bestünde ein Schaltzyklus beispielsweise aus einer einmaligen Hubbewegung ohne Zwischenstopp. Ihre Häufigkeit wird in Schaltspielen pro Stunde (s/h) angegeben.

Die Angabe der Schaltspiele auf den Typenschildern der Hebezeuge gibt die Anzahl der durchführbaren Schaltvorgänge unter Nennlast an. Es ist eine statistisch ermittelte Größe, die sich aus dem fortschreitenden Verschleiß der Schaltkontakte ergibt.

Kontakte sind beim Öffnen oder Schließen einer mechanischen Verschleißbeanspruchung durch Reibung unterworfen.

Irgendwann sind die mechanischen Kontakte der Relais oder Schütze so sehr verschlissen, dass ein zuverlässiges Verbinden oder Trennen nicht mehr gewährleistet werden kann. Zudem treten bei höheren Spannungen und Strömen Lichtbögen auf, die zu Abbrand und Materialwanderung führen können. Die Widerstände nehmen zu.

Besonders bei schnellen Hubgeschwindigkeiten treten hohe Anlaufströme auf. Die elektrischen Komponenten des Elektrokettenzuges werden hierbei höher belastet als bei langsamen Geschwindigkeiten. Somit sind entsprechend weniger Schaltung zulässig. Der geringere Anlaufstrom bei langsamen Geschwindigkeiten erlaubt doppelt so viele Schaltungen. Als Beispiel seien hier die Elektrokettenzüge ST der Firma Stahl CraneSystems genannt. Im Standard sind bei ihnen in der Regel ab 360 s/h, 120 s/h im Haupthub und 240 s/h im Feinhub zulässig.

Welche Faktoren beeinflussen die Einschaltdauer

Die Einschaltdauer kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Eine große Hubhöhe bedingt einen Elektrokettenzug mit schneller Hubgeschwindigkeit und hoher Einschaltdauer. Da bei großen Hüben ein häufiges Stoppen und wieder Anfahren ausgeschlossen werden kann lässt sich die Einschaltdauer erhöht werden. Zudem kann durch die Reduzierung der Schaltspiele die Erwärmung als gering angenommen werden, was ein hochsetzen der Einschaltdauer rechtfertigen würde.

Der schädliche Einfluss der Erwärmung kann durch eine verbesserte Motorenkühlung eingedämmt werden. Kühlrippen im Stator und ein Lüfterrad auf der Motorwelle begünstigen diesen Effekt. Auch hohe Drehzahlen des Lüfterrades mit beispielsweise 2-poligen Wicklungen und 3000 U/min (50Hz) verbessern die Kühlung des Antriebs und führen zu einer höheren Einschaltdauer.

Hingegen sinkt die nutzbare Einschaltdauer in heißer Umgebung, da die Motortemperatur schneller ansteigt.

Temperaturfühler

Schutz gegen Überhitzung durch Temperaturfühler

In den meisten Elektrokettenzügen sind Temperaturfühler verbaut, die das Hebezeug vor Überhitzung schützen. Die Antriebe der Elektrokettenzüge erwärmen sich bei Beanspruchung. In Abhängigkeit von ihrer Auslegung geschieht dies unterschiedlich schnell und ausgeprägt. Bei einer Überhitzung würde im schlimmsten Fall die Wicklung Schaden nehmen, verschmoren und meist zum Totalschaden des Elektrokettenzuges führen.

Temperaturfühler werden aus Kaltleitern hergestellt. Sie sind temperaturabhängige Widerstände mit positivem Temperaturkoeffizienten. Kaltleiter leiten bei tiefen Temperaturen den elektrischen Strom besser als bei hohen Temperaturen. Überschreitet die Temperatur eine kritische Marke, unterbrechen sie bzw. ihr angeschlossenes Auslösegerät die Stromversorgung und lassen einen Weiterbetrieb erst nach dem Abkühlen des Hebezeugs wieder zu.

Im Regelfall schützen die Temperaturfühler den Elektrokettenzug vor Überhitzung. Jedoch bildet der Tippbetrieb eine Ausnahme. Der Temperaturfühler kann den Motor nicht vor Überhitzung bei zu häufigen Schaltungen schützen. Bei zu häufigem Schalten s/h erwärmt sich der Motor durch den Anlaufstrom zunächst im Zentrum (Motorwelle, Rotor) und dehnt sich nach außen hin aus. Da sich der Temperaturfühler im Stator befindet und die äußere Wicklungstemperatur überwacht würde er in diesem Fall zu spät reagieren. Somit ist Vorsicht bei Tippbetrieb geboten.

Auswahl der Motore nach FEM 9.683

Neben dem notwendigen Drehmoment ist ein wesentliches Auslegungskriterium die Erwärmung des Motors. In diesem Rahmen werden 2 Betriebsarten unterschieden:

Aussetzbetrieb

Hierbei wird der Motor für eine Folge gleicher Spiele, bestehend aus Laufzeiten mit konstanter Belastung und Pausen ausgelegt.
Die Erwärmung hängt von der relativen Einschaltdauer, d. h. dem Verhältnis von Laufzeiten unter Last zur Gesamtlaufzeit und der Anzahl von Einschaltungen je Stunde ab.

Einschaltdauer Berechnung

Die maximale Spielzahl, die bei voller Traglast gefahren werden kann, errechnet sich zu:

Spielzahl je Stunde

S = Spielzahl je Stunde

ED = Einschaltdauer in %

V = Hubgeschwindigkeit in m/min

H = mittlere Hubhöhe in m

Ein Spiel stellt hierbei einen Bewegungsablauf einschließlich Heben, Senken und Pause dar. Es muss sichergestellt werden, dass die Hubhöhe hierbei nicht größer ist, als es die Einschaltdauer während eines 10-Minuten-Spieles zulässt

Mittlere Hubhöhe berechnen

und gleichzeitig die zulässige Anzahl von Einschaltungen nicht überschritten wird.

Es wird von 6 Schaltungen je Spiel ausgegangen.

Kurzzeitbetrieb

Für besondere Anwendungen, z. B. große Hakenwege darf der Motor nur so lange betrieben werden, bis die Grenztemperatur erreicht ist. In diesem Fall ist der Motor für den Kurzzeitbetrieb zu bemessen, d. h. der Motor kann bei 10 zulässigen Einschaltungen über eine bestimmte Zeit (bei Yale Produkten 30 Min.) betrieben werden. Danach muss er auf Raumtemperatur abkühlen.

Berechnungsbeispiel Aussetzbetrieb

Elektrokettenzug:CPV 5-8
Hubgeschwindigkeit:8 m/min
Hub:2,8 m
ED:50 %
c/h:180

Anzahl Spiele je Std.

Anzahl Spiele je Stunde

Hubweg max.

Hubweg max

Anzahl Schaltungen

Anzahl der Schaltungen

2. Einstufung der Hebezeuge nach FEM 9.511

Um ein Hebezeug optimal auszulegen, muss neben der Tragfähigkeit auch die erforderliche Triebwerksgruppe bekannt sein. Entsprechend dieser Gruppe wird die theoretische Nutzungsdauer der mechanischen Bauteile in Volllaststunden bemessen:

Einstufung motorisierte Kettenzüge

Bei einer der Einstufung entsprechenden Nutzung ergibt sich eine tatsächliche Nutzungsdauer von ca. 10 Jahren. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Generalüberholung erforderlich.

Zur Bestimmung der Triebwerksgruppe müssen folgende Werte ermittelt werden:

2.1 Mittlere Laufzeit je Tag

Die mittlere Laufzeit je Tag kann geschätzt oder wie folgt berechnet werden:

Laufzeit Prot Tag

2.2 Belastungsart

Die Belastungsart gibt an, in welchem Umfang ein Hebezeug der Höchstbeanspruchung oder nur kleineren Beanspruchungen ausgesetzt werden kann. Die Belastungsart kann berechnet oder nach folgenden Schemen geschätzt werden:

Schema motorisierte Kettenzüge

2.3 Triebwerksgruppe

Aus Laufzeit und Belastungsart wird die Triebwerksgruppe ermittelt:

Triebwerksgruppe motorisierte Kettenzüge


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