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Elektrokettenzüge stationär

Die Elektrokettenzüge stationär sind elektrisch angetriebene Hebezeuge, die den Bestimmungen der DGUV Vorschriften 54 untergeordnet sind. Das Hebezeug kann fest an einem Standort montiert, oder mobil einsetzbar sein. In der Regel haben stationäre Elektrokettenzüge eine Hakenaufhängung oder eine Bügelaufhängung.

Rosinski vertreibt Elektrokettenzüge von den führenden Herstellern. Zu unseren Marken zählen: Demag, Hadef, Yale, Stahl CraneSystem, Kito und mehr

Wenn Sie Elektrokettenzüge kaufen möchten, gibt es für Sie mehrere Punkte die Sie beachten müssen.

Wo und wie setzen Sie die elektrischen Kettenzüge ein

Folgende Punkte sollen Sie bei der Wahl des passenden Hebezeuges unterstützen:

Dimensionierung der Kettenzüge

Sie sollten beim Kauf eines Elektrokettenzuges immer Reserven einplanen. Damit erhöhen Sie die Haltbarkeit des Zuges.
Höhere Tornagen werden häufig nur durch Einscherung der Lastkette erreicht. Denken Sie daran, dass sich bei Einscherung die Lastkette vervielfacht bei gleichem Hub. Der Zug wird schwerer und langsamer.

Achtung! Bei Montagezügen die eine eingescherte Kette haben sieht man häufig, dass diese mit verdrehter Kette aufgehängt werden. Beim Transport kann sich der Haken umschlagen und die Kette verdrehen. Laien fällt dies oft nicht auf und bedienen den Zug. Eine Verdrehte Lastkette kann große Schäden am Zug hervorrufen. Rosinski empfiehlt daher immer einsträngige Kettenzüge für Montagearbeiten.

Antrieb mit 230 Volt oder 400 Volt

Bei Elektrokettenzügen werden zwei Spannungen für Wechselstrom angeboten, 230 Volt und 400 Volt. Die Spannung 400 Volt wird auch Drehstrom genannt. Drei Phasen mit jeweils 230 Volt versorgen hier den Motor mit Strom.
In der Industrie und in Gewerbehallen oder Werkstätten ist 400 Volt immer vorhanden. Die Motoren sind sehr leistungsstark wodurch hohe Tragkräfte erzielt werden können.

230 Volt finden sich in jedem privatem Haushalt und Büro. Dadurch sind elektrische Kettenzüge mit einem 230 Volt Motor bei Montagen flexibler einsetzbar.
Diese Motoren sind aber deutlich anfälliger und nicht so leistungsstark wie ein Drehstrom-Motor. Die maximale Tragkraft bei Wechselstrommotoren 230 V liegt bei 1000 kg.

Wieviel Hub benötigen Sie

Der Begriff Hub gibt den zu hebenden Weg an. Wenn Sie eine Last drei Meter hochziehen möchten, dann ist der Hub drei Meter. Entscheidend ist immer der Weg des Hakens bis zum Kettenzug.
Bei Rosinski können Sie die Lastkette frei bestimmen und alternativ die Steuerleitung dem Hub angepasst lassen, oder diese individuell anpassen. Letzteres kommt vor, wenn der Bediener in einer anderen Entfernung zum Zug steht als der Hub lang ist.

Beachten Sie besonders bei großen Hüben, dass hierbei auch die Einschaltdauer eine Rolle spielen kann. Die Einschaldauer gibt an, wie lange der Zug unter Volllast ohne Pause fahren kann.

Wie häufig soll der Elektrokettenzug eingesetzt werden

In Fertigungsstraßen laufen Elektrokettenzüge häufig rund um die Uhr. Hierbei spielt nicht nur die Einschaltdauer eine Rolle (s.o.) sondern auch die Einstufung der Hebezeuge (s.u.). Rechnen Sie immer genügend Reserve in einen Elektrokettenzug ein.

Einstufung von Elektrokettenzügen

Die Lebensdauer von Elektrokettenzügen wird in einer Triebwerksgruppe festgelegt. Hierbei wird die durchschnittliche Laufzeit und die relative Belastung berücksichtigt.

Triebwerksgruppe Theoretische Nutzung D
1Dm / M1 100 h
1Cm / M2 200 h
1Bm / M3 400 h
1Am / M4 800 h
2m / M5 1600 h
3m / M6 3200 h
4m / M7 6300 h
5m / M8 12500 h

Neben den üblichen Auswahlkriterien wie Tragfähigkeit, Hubgeschwindigkeit und Baumaßen sind auch folgende Auslegungsmerkmale zu berücksichtigen:

1. Auswahl der Motore nach FEM 9.683

Neben dem notwendigen Drehmoment ist ein wesentliches Auslegungskriterium die Erwärmung des Motors. In diesem Rahmen werden 2 Betriebsarten unterschieden:

1.1 Aussetzbetrieb

Hierbei wird der Motor für eine Folge gleicher Spiele, bestehend aus Laufzeiten mit konstanter Belastung und Pausen ausgelegt.
Die Erwärmung hängt von der relativen Einschaltdauer, d. h. dem Verhältnis von Laufzeiten unter Last zur Gesamtlaufzeit und der Anzahl von Einschaltungen je Stunde ab.
Einschaltdauer Berechnung
Die maximale Spielzahl, die bei voller Traglast gefahren werden kann, errechnet sich zu:
Spielzahl je Stunde
S = Spielzahl je Stunde
ED = Einschaltdauer in %
V = Hubgeschwindigkeit in m/min
H = mittlere Hubhöhe in m

Ein Spiel stellt hierbei einen Bewegungsablauf einschließlich Heben, Senken und Pause dar. Es muss sichergestellt werden, dass die Hubhöhe hierbei nicht größer ist, als es die Einschaltdauer während eines 10-Minuten-Spieles zulässt
Mittlere Hubhöhe berechnen
und gleichzeitig die zulässige Anzahl von Einschaltungen nicht überschritten wird.
Es wird von 6 Schaltungen je Spiel ausgegangen.

1.2 Kurzzeitbetrieb

Für besondere Anwendungen, z. B. große Hakenwege darf der Motor nur so lange betrieben werden, bis die Grenztemperatur erreicht ist. In diesem Fall ist der Motor für den Kurzzeitbetrieb zu bemessen, d. h. der Motor kann bei 10 zulässigen Einschaltungen über eine bestimmte Zeit (bei Yale Produkten 30 Min.) betrieben werden. Danach muss er auf Raumtemperatur abkühlen.

1.3 Berechnungsbeispiel Aussetzbetrieb

Elektrokettenzug:CPV 5-8
Hubgeschwindigkeit:8 m/min
Hub:2,8 m
ED:50 %
c/h:180

Anzahl Spiele je Std.
Anzahl Spiele je Stunde
Hubweg max.
Hubweg max
Anzahl Schaltungen
Anzahl der Schaltungen

2. Einstufung der Hebezeuge nach FEM 9.511

Um ein Hebezeug optimal auszulegen, muss neben der Tragfähigkeit auch die erforderliche Triebwerksgruppe bekannt sein. Entsprechend dieser Gruppe wird die theoretische Nutzungsdauer der mechanischen Bauteile in Volllaststunden bemessen:
Einstufung motorisierte Kettenzüge
Bei einer der Einstufung entsprechenden Nutzung ergibt sich eine tatsächliche Nutzungsdauer von ca. 10 Jahren. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Generalüberholung erforderlich.
Zur Bestimmung der Triebwerksgruppe müssen folgende Werte ermittelt werden:

2.1 Mittlere Laufzeit je Tag

Die mittlere Laufzeit je Tag kann geschätzt oder wie folgt berechnet werden:
Laufzeit Prot Tag

2.2 Belastungsart

Die Belastungsart gibt an, in welchem Umfang ein Hebezeug der Höchstbeanspruchung oder nur kleineren Beanspruchungen ausgesetzt werden kann. Die Belastungsart kann berechnet oder nach folgenden Schemen geschätzt werden:
Schema motorisierte Kettenzüge

2.3 Triebwerksgruppe

Aus Laufzeit und Belastungsart wird die Triebwerksgruppe ermittelt:
Triebwerksgruppe motorisierte Kettenzüge

Elektrokettenzüge prüfen nach DGUV

Elektrokettenzüge müssen mindestens einmal jährlich nach den Bestimmungen der DGUV Vorschrift 54 und 52 geprüft werden. Hierbei muss das Prüfergebnis in einem Prüfbericht festgehalten werden und eine Restlebensdauerberechnung für die Elektrokettenzüge durchgeführt werden. Elektrische Kettenzüge müssen wie Handkettenzüge bzw. Stirnradflaschenzüge und Druckluftkettenzüge mit Nennlast geprüft werden. Dabei wird der Betrieb der Kransysteme auf Sicherheit geprüft. Leistungen der Bremse, der Lasthaken mit Kette und die Gesamtkonstruktion werden hier unter Realbedingungen getestet. Vor der Lastprobe sollten elektrische Kettenzüge genauestens auf Schäden untersucht werden. Ist der Lasthaken aufgebogen, die Lastkette gelängt oder Bremse beschädigt. Vergewissern Sie sich, dass die Rutschkupplung noch richtig eingestellt ist und keinen verschleiß hat. Ob Schützsteuerung oder Direktsteuerung, der elektrische Zustand des Zuges sollte Einwandfrei sein. Erst nach erfolgreicher Prüfung darf eine Prüfplakette vergeben werden.

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