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Lastaufnahmemittel

Lastaufnahmemittel dienen zur Aufnahme der Last und gehören nicht zum Hebezeug. Die Lastaufnahmemittel unterliegen den Bestimmungen der DGUV Regel 100-500. Komplexe Bauteile und Maschinen benötigen speziellere Lastaufnahmemittel. Rosinski bietet ihnen im Standardbereich ein reichhaltiges Angebot. Wo der Standard nicht ausreicht bieten wir Ihnen gerne Sonderlastaufnahmemittel an. Wir beraten Sie gerne bei der Anschaffung der passenden Aufnahmemittel.

Was sind Lastaufnahmemittel?

Lastaufnahmemittel dienen zum Aufnehmen von Lasten. Lasthaken konventioneller Hebezeuge können und dürfen Güter nur in Ausnahmefällen auf direktem Wege aufnehmen. Ein Blech, ein Stahlträger oder eine Kiste können ohne Hilfsmittel nicht eingehakt werden. Hier bedarf es eines Lastaufnahmemittels, dass die Last sicher und gekonnt aufnimmt.

Lastaufnahmemittel bzw. Anschlagmittel sind ein wesentliches Hilfsmittel, um den Transport von Lasten mit Kranen überhaupt zu ermöglichen. Sie gehören, anders wie das Tragmittel, nicht zum Hebezeug. Mit ihnen lassen sich Lasten greifen, klemmen, schlingen, ansaugen oder magnetisch anheften.

Zu den Lastaufnahmemitteln zählen Blechgreifer, Hebeklemmen, Faßgreifer, C-Haken, Klauen, Klemmen, Lasthebemagnete, Traversen, Vakuumheber, etc.. Die Bandbreite ist riesig.

Greifen mit Lastaufnahmemitteln

Tigrip - Blechgreifer TBSplus

Bleche, Stahlplatten, Träger, Fässer, Papp-, Folien- und Papierrollen zählen zu den Gütern, die sich am einfachsten und effizientesten durch ein seitliches Klemmen oder Greifen transportieren lassen. Hierbei sind die Lastaufnahmemittel meist auf ein spezielles Fördergut zugelassen und dürfen nicht anderweitig eingesetzt werden.

Der Blechgreifer greift Bleche oder Metalltafeln sicher mit seinen gezahnten Klemmbacken. Lackierte Teile oder Edelstahlbleche werden mittels Schongreifer aufgenommen, da dieser keine Spuren hinterlässt. Für den waagerechten Transport von Tafeln eignen sich meist Hebeklemmen.

Yale Tigrip - Trägergreifer TTT

Stahlträger lassen sich hingegen mittels universeller Blechgreifer aufnehmen, es gibt hierfür aber auch spezielle Trägerklemmen, die einen Transport von Trägern einfacher und sicherer gestalten.

Fässer lassen sich am Rand greifen oder im Umfang klemmen. Hierfür gibt es spezielle Lastaufnahmemittel, die ein schnelles und unkompliziertes Aufnehmen, Drehen, Ablassen oder Kippen ermöglichen.

Traversen als Lastaufnahmemittel

Yale Kranhakentraverse Modell TTS

Die häufigste Anwendung für Traversen dient der Aufnahme langer Güter. Würde man beispielsweise lange Stahlträger in ihrem Schwerpunkt aufnehmen und transportieren wollen, ließe sich dies nur schwerlich bewerkstelligen. Der Träger würde aufgrund seiner Masse und Trägheit recht eigenwillig den Bewegungen des Krans Folge leisten. Er könnte ausschlagen, schlackern und ausschwenken. Griffe man ihn hingegen an zwei Punkten außerhalb des Schwerpunktes, ließe sich sein Transport viel kontrollierter bewerkstelligen.

Für den oben beschrieben Einsatzfall würde eine starre Stabtraverse als Lastaufnahmemittel ausreichen. Es gibt diese Traversen auch mit verstellbaren Anschlagpunkten oder in H-Bauweise. Der Fantasie sind hier keine Grenze gesetzt.

Schilling  Alu-Lasttraverse in H-Bauweise

Auch das Anschlagen und Transportieren großer Lasten erfordert meist der Zuhilfenahme einer Spezialtraversen. Trafos oder Maschinen zählen zu den komplexeren Einheiten, bei denen die Last mittels dem Lastaufnahmemittel auf mehrere Anschlagpunkte verteilt wird.

Krantraversen werden auch dann benötigt, wenn die Güter zu instabil oder nicht genügend Steifigkeit haben. Ein mittiges Anschlagen könnte bei ihnen einen Durchhang verursachen oder zum Verformen oder Brechen führen. Dünne Blech oder Rotorblättern von Windkraftanlagen lassen sich nur sicher mit Traversen befördern.

Permanente Lasthebemagnete als Lastaufnahmemittel

Flaig Permanent-Lasthebemagnet FX-P 170

Permanente Lasthebemagnete lassen sich überall dort einsetzen wo Hebegüter aus ferromagnetischem Eisen bestehen und genügend Auflagefläche vorhanden ist. Zudem setzt dieses Lastaufnahmemittel eine gewissen Mindestdicke des Materials voraus. Mit zunehmender Materialstärke nimmt die Feldstärke und damit die Anziehungskraft zu.

Nichtrostende Stähle oder Edelstahl aus austenitischem Gefüge lassen sich hingegen mit diesem Lastaufnahmemittel nicht anziehen oder bewegen.

Zur Herstellung Permanenter Lasthebemagnete sind Seltene Erden ein wesentlicher Bestandteil. Sie garantieren für einen langanhaltenden relativ konstanten Magnetismus.

Im Statorgehäuse des Magneten ist auf einer Schaltwelle ein Permanentmagnet verbaut. Die Pole stehen im neutralen Zustand senkrecht übereinander. Das Lastaufnahmemittel ist in diesem Zustand nicht magnetisch. Durch Umlegen des Hebels wird die Schaltwelle mit den Magneten um 90° gedreht. Hierdurch werden die Pole waagerecht ausgerichtet und das Magnetfeld aktiv. Ein Umlegen des Hebels ist nur bei Kontakt mit einem magnetischen Material möglich.

Anschlagmittel zählen zu den Lastaufnahmemitteln

Zu den Lastaufnahmemittel zählt man auch die Anschlagmittel und ihre Bestandteile. Diese liegen ebenfalls im Kraftfluss. Anschlagmittel sind die Bindeglieder zwischen Tragmittel und dem Lastaufnahmemittel bzw. der Last.

Yale 4-strängiges Rundschlingengehänge RSG-4

Am häufigsten finden Anschlagmittel aus Seilen, Ketten, Hebebändern und Rundschlingen Verwendung. Seile können aus Drähten, Chemiefasern oder Naturfasern bestehen. Ketten sind in unterschiedlichen Güteklassen erhältlich. Die Tragfähigkeit der Ketten steht in unmittelbarer Abhängigkeit zu ihrer Güteklasse. Hebebänder und Rundschlingen bestehen aus Chemiefasern, meistens aus Polyester.

Außer den eigentlichen Anschlagmitteln gibt es noch Zubehörteile wie Schäkel, schraub- und schweißbare Anschlagpunkte.

Yale Einfachmantel Rundschlinge RSE

Textile Anschlagmittel werden aus Polyester, Polyamid oder Polypropylen gefertigt. Allesamt hochfeste Garne äußerst flexibel, schonend zur Last, leicht und leistungsstark. Bezogen auf ihr Eigengewicht besitzen sie eine hohe Tragkraft. Nachteilig wirkt sich ihre geringe Schnitt- und Abriebfestigkeit gegenüber Gütern mit scharfen Kanten aus. Schutzmaßnahmen wie Kantenschutzprofile oder Schutzschläuche können Beschädigungen verhindern. Eine einheitliche Farbcodierung weist jeder Rundschlinge und jedem Hebeband je nach Tragkraft eine Farbe zu. Auch sind die Rundschlingen mit jeweils einem Längsstrich pro Tonne gekennzeichnet und mit einem weithin sichtbaren Aufdruck der tatsächlichen Tragkraft. Zudem ist in jede Rundschlinge und jedes Hebeband ein Typenschild eingenäht, auf dem die Anschlagarten und Faktoren bildlich und numerisch dargestellt sind.

Kennzeichnung von Lastaufnahmemitteln

Die wesentliche Angabe der Kennzeichnung von Lastaufnahmemitteln ist deren Tragfähigkeit. Für spezifische Anschlagmittel werden entsprechend zusätzliche Angaben vorgeschrieben. Greifbereiche bei den Blechgreifern und Hebeklemmen, Strangzahlen bei den Ketten-, Seil-, und Rundschlingengehängen, die Nutzlänge bei den Rundschlingen und Hebebändern, u.s.w..

Bei Gehängen ist die Tragfähigkeit neben der Anschlagart vom Neigungswinkel abhängig. Je größer der Neigungswinkel desto mehr nimmt die Tragkraft in Stufen ab. Auch diese Tragkraftangaben, sind in Abhängigkeit von ihrem Spreizwinkel, auf Traglastanhängern anzubringen.

Prüfung von Lastaufnahmemitteln

Die regelmäßige Prüfung von Lastaufnahmemitteln ist nach den Bestimmungen der DGUV Regel 100-500 mindestens einmal im Jahr durchzuführen. Anschlagmittel wie Rundstahlketten und Hebebänder mit aufvulkanisierter Umhüllung sind in Abständen von längstens drei Jahren einer besonderen Prüfung zu unterziehen.

Die regelmäßige Prüfung entspricht im Wesentlichen einer Sicht- und Funktionsprüfung. Sie erstreckt sich auf die Prüfung des Zustandes der Bauteile und Einrichtungen, auf den bestimmungsgemäßen Zusammenbau sowie auf die Vollständigkeit und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen.

Die Prüfung dient dem frühzeitigen Aufspüren von Schwachpunkten und Mängeln an der Betriebsausstattung. Gleichfalls ist das ermitteln der sogenannten Ablegereife von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit beim Transport von Lasten.


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