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Hubarbeitsbühnen / Personenlifte

Die Anwendung von Hubarbeitsbühnen führt zu sicherem Arbeiten in Höhen. Dennoch gibt es auch Risiken, die zu Arbeitsunfällen führen können. Unfälle mit einer Hubarbeitsbühne enden für den Bediener meist mit schweren, bis tödlichen Verletzungen. Beschäftigte werden eingequetscht, stürzen mit der Bühne um oder werden durch den Katapulteffekt aus dem Korb geschleudert. Daher sollte jeder Einsatz einer Hubarbeitsbühne oder Personenliftes gut organisiert sein.

Mögliche Gefährdung / Belastungen

Umstürzen einer Hubarbeitsbühne
Hubarbeitsbühnen und Personenlifte können durch Überlastung oder nicht tragfähige Untergründe umstürzen. Ebenso gibt es die Gefahr, dass Brückenkrane die Hubarbeitsbühne umstoßen. Bei selbst fahrenden Steigern werden Bodenöffnungen oder Unebenheiten zur großen Gefahr.

Absturz oder Herausschleudern der Bedienperson (Katapulteffekt)
Der sogenannte Katapulteffekt tritt auf, wenn Hubarbeitsbühnen über Unebenheiten fahren. Die Erschütterung wirkt sich auf die Gondel wie ein Katapult aus und schleudert den Bediener heraus. Auch unsachgemäßes Verhalten, wie zum Beispiel das Klettern auf Geländer, kann zum Absturz des Bedieners führen.

Quetsch- und Sicherstellern durch Bühne
Durch die Bewegung der Bühne kann es zu Quetschungen mit festen Bauteilen der Umgebung kommen.

Herabfallende Gegenstände
Besonders bei Reparaturarbeiten oder Montagen können Bauteile herabfallen. Herabfallende Teile bilden ein hohes gesundheitliches Risiko für unten aufhaltende Personen.

Arbeiten in der Nähe elektrische Leitungen
Besonders bei Arbeiten in der Nähe von elektrischen Leitungen und Anlagen besteht ein hohes Sicherheitsrisiko.

Manipulation an Sicherheitseinrichtungen
Wer Sicherheitseinrichtungen manipuliert riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer Menschen.

Maschinenversagen durch mangelnde Prüfungen
Werden regelmäßige Prüfungen nicht durchgeführt und nur schlampig ausgeführt oder Mängel nicht beseitigt, kann dieses lebensgefährliche Folgen haben.

Witterung und Wind
Starker Wind kann die Hubarbeitsbühne zum Umkippen bringen. Glatteis kann das Fahren mit einem Steiger lebensgefährlich machen.

Was kann passieren

Beim Einsatz von Hubarbeitsbühnen oder Personenliften kann es zu schweren bis tödlichen Verletzungen kommen. Ausfallzeiten durch Unfälle jeder Art. Höhere Sachschäden oder Terminverzögerungen.

Was ist zu tun

Organisation
  • Bedienpersonen:
    • Mindestalter von 18 Jahren beachten
    • Unterweisen und Befähigung nachweisen lassen
    • Schriftlich beauftragen (für jeden Hubarbeitsbühnen-typ)
  • Arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchungen durchführen nach dem DGUV Grundsatz G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“
  • Betriebsanleitung des Herstellers beachten, Betriebsanweisung erstellen
  • Unterweisung/Einweisung:
    • Allgemeine Unterweisung zum sicheren Betreiben von Hubarbeitsbühnen; mindestens einmal jährlich
    • Gerätespezifische Einweisung in die zu bedienende Hubarbeitsbühne (z. B. Notsteuereinrichtung); Miethubarbeitsbühnen: Bedienperson wird seitens der vermietenden Firma eingewiesen.
  • Regelmäßige Prüfungen organisieren, Prüfbuch führen, festgestellte Mängel beheben lassen
  • Vor dem Einsatz Gefährdungsbeurteilung durchführen, Gefährdungen im Umfeld ermitteln (z. B. Anfahren durch Brückenkran)
  • Geeignete Hubarbeitsbühne auswählen:
    • Reichweite
    • Tragfähigkeit
    • Außen-/Inneneinsatz
    • maximale Fahrbahnneigung
    • mögliche Anbaugeräte
  • Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen (z. B. Schutzhelm mit Kinnriemen)
Sichere Verwendung
  • Hubarbeitsbühne arbeitstäglich auf augenfällige Mängel prüfen und die Wirksamkeit der Betätigungs- und Sicherheitseinrichtungen kontrollieren
  • Standsicher aufstellen, Eigengewicht der Hubarbeitsbühne beachten
  • Alle Abstützungen entsprechend der Herstellervorgabe ausfahren
  • Tragfähigkeit des Arbeitskorbs beachten (zulässige Personenzahl und Zuladung)
  • Nutzung eines Auffanggurts als Rückhaltesystem mit längenverstellbarem Verbindungsmittel und Falldämpfer oder eines Höhensicherungsgeräts (besonders bewährt); max. Länge 1,8 m
  • Mit angehobenem Arbeitskorb und nur auf ebenem, tragfähigem und hindernisfreiem Untergrund langsam verfahren
  • Hubarbeitsbühne bei Gewitter oder einer Windgeschwindigkeit über 12,5 m/s (Windstärke 6) nicht verwenden; Windmesser zur Verfügung stellen
  • Hubarbeitsbühne nicht als Kran verwenden, keine Lasten anhängen
  • Übersteigen auf angrenzende Gebäude- oder Konstruktionsteile ist grundsätzlich nicht zulässig
  • Arbeitshöhe nicht erhöhen, nicht auf Geländer steigen oder setzen

AGB
Zahlung auf Rechnung. Preise gelten ab Werk zzgl. Fracht und Verpackung.
Verkauf nur an Gewerbetreibende, Vereine und öffentliche Dienste.
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