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PSA gegen Absturz

Diese Benutzerhinweise geben einen allgemeinen Überblick bezüglich der Anwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und ersetzen nicht die gerätespezifischen Betriebsanleitungen! Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) und zum Retten darf nur von einem fachkundigen Anwender (unterwiesen in Theorie und Praxis) benutzt werden.
Bei ordnungsgemäßer Verwendung bietet unsere persönliche Schutzausrüstung (PSA) ein höchstes Maß an Sicherheit, vermeidet Sach- und Personenschäden und hat eine lange Lebensdauer.

Benutzungseinschränkungen von PSAgA

Benutzungsdauer

Die Benutzungsdauer ist von den jeweiligen Einsatzbedingungen abhängig; die Angaben der Gebrauchsanleitung sind zu beachten. Aus Chemiefaser hergestellte Gurte und Verbindungsmittel unterliegen auch ohne Beanspruchung einer gewissen Alterung, die insbesondere von der ultravioletten Strahlung sowie von klimatischen und anderen Umwelteinflüssen abhängig ist. Deshalb können keine genauen Angaben gemacht werden. Die deutsche BG empfiehlt, nach bisherigen Erfahrungen kann unter normalen Einsatzbedingungen bei Gurten von einer Benutzungsdauer von 6 bis 8 Jahren und bei Verbindungsmitteln (Seile/Bänder) von einer Benutzungsdauer von 4 bis 6 Jahren ausgegangen werden. Jedoch sind die Angaben der Hersteller in Ihren Gebrauchsanleitungen unbedingt zu beachten.
Die Angaben der Hersteller sind in der Regel hiervon abweichend. Der Trend geht zu größeren Zeiträumen. Auffanggurte von Petzl haben eine Lebensdauer von 10 Jahren. In dieser Zeit ist eine mögliche Lagerung der Artikel mit eingerechnet. Skylotec gibt maximal 8 Jahre Lebensdauer auf seine Auffanggurte oder maximal 10 Jahre Gesamtnutzungsdauer bei einer eventuellen Lagerzeit von höchstens 2 Jahren. Greifzug überlässt es der Auslegung des Sachkundigen, der Jahr für Jahr eine Wiederinbetriebnahme zulassen kann. Theoretisch könnte der Auffanggurt, würde er den Witterungseinflüssen und Alterungsprozessen unbeschadet widerstehen, auf ewig genutzt werden können.
Einerseits altern Auffanggurte sehr schnell wenn sie der täglichen Witterung ausgesetzt sind. Andererseits sieht man einem Auffanggurt die Jahre nicht an, wenn er dunkel verpackt auf seinen ersten Einsatz wartet und trocken gelagert wird. Eine einheitliche Regelung ist zur Zeit nicht in Planung.

Temperatur

Textilien sind vor hoher Temperatur (> 60° C) zu schützen. Es ist auf die Verschmelzung der Gurtbänder zu achten. In solchen Fällen ist ebenfalls eine befähigte Person vor einem neuen Einsatz zu befragen.

Anwendungshinweise

Pflichten der Arbeitnehmer/Innen
    Die Versicherten haben persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz vor jeder Benutzung durch Sichtprüfung auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und auf einwandfreies Funktionieren zu prüfen.
  • Es dürfen keine Veränderungen an der Ausrüstung vorgenommen werden.
  • Kontrolle der persönlichen Schutzausrüstung auf offensichtliche Mängel: Abnutzung, schadhafte Stellen (offene Nähte, Risse, etc.)
Die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz ( PSAgA ) wird vor ihrer Benutzung genauestens in Augenschein genommen. Hierbei wird jeder Ausrüstungsgegenstand einzeln geprüft. Bei Auffanggurten werden Gurte, Nähte und Beschläge systematisch abgearbeitet. Verbindungsmittel sind ähnlich zu prüfen. Seile, Bänder und Bandfalldämpfer gleiten hierbei durch die Hände, werden gedreht und von allen Seiten gesichtet. Mitlaufende Auffanggeräte an beweglicher Führung sind auf die selbe Weise zu prüfen, wobei hier auch die Metallbeschläge und Fangvorrichtungen einer näheren Begutachtung unterzogen werden. Zudem sind alle mechanischen Funktionen auf ihre Leichtgängigkeit zu testen. Bei Höhensicherungsgeräten wird das Seil ausgezogen und auf ganzer Länge gesichtet. Ein kurzer Ruck am Seil sollte die Fliehkraftbremse auslösen. Ist das Verbindungsmittel in Ordnung, lässt man das Seil wieder langsam in das Gerät gleiten. Am Höhensicherungsgerät werden die Karabiner auf Funktion und das Gehäuse auf Risse oder Deformationen überprüft. Kletterseile, Umlenkrollen und Abseiler werden ebenfalls untersucht bevor sie in den Einsatz gehen. Dreibäume oder Davitarme werden aufgebaut und die Teile und Ausrüstung auf Vollständigkeit und auf ihren ordnungsgemäßen Zustand hin einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Hier macht es Sinn alle Features wie adaptierte Höhensicherungsgeräte oder Seilwinden zu montieren und zu schauen ob die Funktion der Geräte gegeben ist. Auch offenbart sich beim Aufbau ob alle Bolzen und Verbindungsmittel vorhanden sind. Ein letzter Check wird der Schutzbekleidung wie Helm, Kletterhelm, Handschuhen und der Arbeitsbekleidung gewidmet. Bei allen Teilprüfungen ist jeweils darauf zu achten, dass die Prüfzeiten eingehalten wurden und die Dokumentation hierüber vorliegt. Eine gute gewissenhafte Vorbereitung kann vor Stürzen oder Verletzungen schützen.

Instandhaltung, Reinigung und Reparatur

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz sind nach Bedarf zu reinigen und zu pflegen. Reinigen mit warmen Wasser bis 30° C und Feinwaschmittel, im Schatten freihängend trocknen. Textilien und Kunststoffprodukte wie Auffanggurte oder Verbindungsmittel sollten nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Zudem sollten gegebenenfalls die Mechanismen der Metallteile geölt werden.
Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz dürfen bei ihrer Aufbewahrung keinen Einflüssen ausgesetzt werden, die ihren sicheren Zustand beeinträchtigen können.
Diese sind
  • Nicht in der Nähe von Heizungen trocknen
  • Nicht mit aggressiven Stoffen, z. B. Säuren, Laugen, Lötwasser, Ölen in Verbindung bringen.
  • Möglichst vor direkter Lichteinwirkung und UV-Strahlung schützen.

Überprüfungen – Check

  • Die persönliche Schutzausrüstung ist vor und nach der Verwendung auf offensichtliche Mängel zu überprüfen.
  • Die persönliche Schutzausrüstung ist jährlich durch einen PSAgA-Sachkundigen zu überprüfen (Aufzeichnungspflicht).
Der Allgemeinzustand der persönlichen Schutzausrüstung ist zu prüfen auf
  • Vollständigkeit
  • Richtige Zusammenstellung
  • Alter
  • Vorhandene CE-Kennzeichnung
  • Herstellerdaten
  • ID-Nummer (Seriennummer, Chargennummer)
  • Verschmutzungen, Verfärbungen
  • Spuren von schädlichen chemischen oder thermischen Einflüssen
  • Manipulationsspuren
Der Unternehmer hat persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf, mindestens jedoch einmal innerhalb von 12 Monaten, auf ihren einwandfreien Zustand durch eine befähigte Person prüfen zu lassen.
Über die Prüfungen sind Aufzeichnungen zu führen und aufzubewahren. Eine eindeutige Zuordnung des Prüfergebnisses zum geprüften Gegenstand über dessen gesamte Verwendungsdauer muss möglich sein.

Prüfung nach Beanspruchung

Durch Absturz beanspruchte persönliche Schutzausrüstung muss sofort der Benutzung entzogen werden und vor dem weiteren Gebrauch von einer befähigten Person überprüft werden.

AGB
Zahlung auf Rechnung. Preise gelten ab Werk zzgl. Fracht und Verpackung.
Verkauf nur an Gewerbetreibende, Vereine und öffentlich Dienste.
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