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Lastaufnahmemittel

Lastaufnahmemittel sind nicht zum Hebezeug zugehörige Teile, die zur Aufnahme der Last dienen. Hierzu zählen zum Beispiel Krantraversen, Greifer, Krangabeln, permanent Lasthebemagnete und mehr.
Die Lastaufnahmemittel unterliegen den Bestimmungen der DGUV Vorschrift 100 - 500. Komplexe Bauteile und Maschinen sorgen für mehr speziellere Lastaufnahmemittel. Die Bandbreite ist demnach schon im Standardbereich sehr groß. Wo der Standard nicht ausreicht werden Sonderlastaufnahmemittel nach Kundenwunsch gefertigt.

Die Rosinski GmbH bietet eine große Auswahl an Standard Lastaufnahmemitteln. Die Produktpalette wächst hier stetig. Gerne beraten unsere Mitarbeiter Sie bei der Anschaffung der passenden Aufnahmemittel.

Diese Benutzerhinweise geben einen allgemeinen Überblick bezüglich der Anwendung einiger Hebeklemmen und ersetzen nicht die gerätespezifischen Betriebsanleitungen! Hebevorgänge mit Lastaufnahmemitteln dürfen nur von einem fachkundigen Anschläger (unterwiesen in Theorie und Praxis) durchgeführt werden. Bei ordnungsgemäßer Verwendung bieten unsere Tigrip Produkte ein höchstes Maß an Sicherheit, vermeiden Sach- und Personenschäden und haben eine lange Lebensdauer.

Änderung des Lieferzustandes

Die Form und Ausführung der Lastaufnahmemittel darf nicht ohne Genehmigung des Herstellers verändert werden z. B. durch Biegen, Schweisen, Schleifen, Abtrennen von Teilen, Anbringung von Bohrungen, Entfernen von Sicherheitsteilen wie Verriegelungen, Bolzen, Sicherungsstiften etc. da sonst die Gültigkeit der Konformitätserklarung und jede Haftung und Gewährleistung des Herstellers erlischt.

Benutzungseinschrankungen

Belastung
Die auf dem Gerat angegebene Tragfähigkeit (WLL) ist die maximale Last, die nicht überschritten werden darf.
Temperatur
Klemmen ohne Schutzbelag können in der Regel (herstellerabhängig) von -40° bis +100° C mit der vollen Tragfähigkeit eingesetzt werden. Klemmen mit Schutzbelag dürfen durch die Verwendung von aufgeklebten Belägen meist nur für geringere Temperaturbereiche eingesetzt werden - z. B. Modell TBP, Modell TSB von -20° bis +40° C.
Stoßbelastung, Pendeln der Last
Die angegebenen Tragfähigkeiten setzen eine stoßfreie Belastung des Lastaufnahmemittels voraus. Leichte Stöße z. B. durch Heben und Senken bzw. Verfahren der Last am Kran sind erlaubt. Starke Stöße (z. B. Anstoßen mit der Last wahrend des Transportes) bzw. ein Pendeln der Last sind unzulässig!
Chemikalien
Lastaufnahmemittel dürfen nicht im Bereich von Chemikalien bzw. in Umgebung von chemischen Dämpfen bedenkenlos eingesetzt werden – lassen Sie sich vorher von uns beraten! Lastaufnahmemittel die Chemikalien oder deren Dämpfen ausgesetzt waren, müssen außer Betrieb genommen und uns zur Begutachtung übergeben werden.

Personentransport

Grundsätzlich ist der Personentransport mit Lastaufnahmemitteln verboten! Einsatz unter gefährdenden Bedingungen Das Heben oder der Transport von Lasten ist zu vermeiden, solange sich Personen im Gefahrenbereich der Last befinden. Bei Klemmen die nicht form- sondern kraft bzw. reibschlüssig ohne zusätzliche Sicherung arbeiten, darf die Last keinesfalls über Personen hinweggeführt werden - siehe BetrSichV!

Hebegut

Lastaufnahmemittel sind für spezielle Anwendungen und Hebegüter vom Hersteller konzipiert und dürfen nicht ohne Rucksprache für andere Einsatze verwendet werden. z. B. die Starke des Materials (Greifbereich der Klemme), Oberflachenbeschaffenheit, Oberflächenharte* des Materials und die Temperatur des Materials müssen hierbei berücksichtigt werden. Die Angaben hierzu finden Sie in der jeweiligen Betriebsanleitung. Diese sind unbedingt den Anwendern für einen sicheren Gebrauch zur Verfugung zu stellen.
*Beachten Sie bitte, dass bei speziellen Blechen die Oberflachen- und Kernharte gravierend abweichen kann: z. B. Kaltarbeitsstahl
Prüfung vor Arbeitsbeginn
  • Es ist darauf zu achten, dass die Oberflächen des Bleches, wo die Klemme angeschlagen wird, möglichst trocken, fett-, farb-, schmutz-, zunder- und beschichtungsfrei sind, sodass der Kontakt der Zahne zum Hebegut nicht behindert wird, bzw. Schutzbeläge die erforderliche Reibung erzeugen können.
  • Fest- und Klemmbacke oder deren Schutzbelage sind auf Verschleiß und Mangel zu prüfen. Beide Klemmbacken müssen ein sauberes Profil besitzen und die Zahne dürfen nicht zu stark verschlissen sein. (Angaben in der Betriebsanleitung beachten, ca. Richtwert max. 30 % Abnutzung). Schutzbelage dürfen nicht verschmutzt, beschädigt, uneben oder zu stark abgenutzt sein.
  • Das gesamte Lastaufnahmemittel ist auf Beschädigungen, Korrosion, Risse oder Verformungen hin zu überprüfen.
  • Die Klemme muss sich gut öffnen und schließen lassen.
  • Feder uberprüfen. Diese muss in der „Zu“- Stellung eine deutlich spürbare Federkraft aufweisen, wenn man auf die Aufhängeöse drückt.


Anwendungshinweise

  • Es dürfen nur unbeschädigte Klemmen mit lesbarem Tragfähigkeits- und Typenschild und Greifbereichsangaben verwendet werden.
  • Sichtkontrolle vor dem ersten und jedem weiteren Einsatz auf offenkundige Mangel!
  • Der Tragring muss im Lasthaken genügend Platz haben und frei beweglich sein. Eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Aushangen der Klemme aus dem Haken muss vorhanden sein. Ein kurzes Zwischengehänge zwischen Kranhaken und Klemme erleichtert das Anschlagen und erhöht die Sicherheit!
  • Der Aufenthalt unter einer angehobenen Last ist grundsätzlich verboten. Achtung: Eine sichere formschlüssige Verbindung erfordert auch eine ausreichende Festigkeit des Hebegutes. Es muss sichergestellt sein, dass die Ladung oder Teile davon nicht verrutschen und herabfallen können!
  • Das Lastaufnahmemittel ist so über dem Schwerpunkt der Last zu positionieren, dass beim Anheben der Last keine Pendelbewegung eintritt.
  • Sollten längere Bleche oder Profile transportiert werden, so empfiehlt sich zur Vermeidung von Pendelbewegungen die Verwendung von zwei Klemmen. Diese können entweder in Verbindung mit einer Traverse, oder z. B. mit einem zweisträngigen Anschlagmittel und Klemmen mit Schwenköse (z. B. Modell TBS) innerhalb des zulässigen Neigungswinkels (Tragfähigkeitsabminderungen beachten) zur Anwendung kommen.
  • Klemmen ohne Schwenköse dürfen seitlich nicht belastet werden! (Schräges Aufsetzen der Klemme am Blech in Zugrichtung des Anschlagmittels ist in der Regel nicht zulässig, da die Klemmbacken dann zu nah an der Blechkante greifen. Ein korrekter Sitz der Klemme am Hebegut ist so nicht gegeben!)
  • Die Klemmen müssen bis zum Anschlag auf das zu transportierende Blech aufgesetzt werden, das Gehäuse muss auf beiden Seiten an der Blechkante aufliegen.
  • Mit Klemmen für den Transport von Blechen in vertikaler Lage darf immer nur eine einzelne Blechtafel transportiert werden. Die Klemmwirkung muss an der Vorder- und Ruckseite eines Hebegutes gegeben sein!
  • Für den Transport von Blechen in horizontaler Lage, können bauartabhängig, z. B. bei Blechpaketen, die sich nicht durchbiegen, mit entsprechenden Klemmentypen bzw. Hebegeschirren auch mehrere Bleche gemeinsam gehoben werden.
  • Lasten nicht über längere Zeit oder unbeaufsichtigt in angehobenem oder gespanntem Zustand belassen.
  • Beim Einhangen ist darauf zu achten, dass das Lastaufnahmemittel so bedient werden kann, dass der Anschläger weder durch das Gerat selbst, noch durch das Tragmittel, oder die Last, gefährdet wird.
  • Der Bediener darf eine Lastbewegung erst dann einleiten, wenn er sich davon überzeugt hat, dass die Last richtig angeschlagen ist und sich keine Personen innerhalb des Gefahrenbereiches befinden.
  • Beachten sie bitte die reduzierten Tragfähigkeiten bei Klemmen je nach Schwenkbereich des Tragrings bzw. Einsatzrichtung der Klemme. (Achtung - nicht alle am Markt befindlichen Klemmentypen sind für einen Schwenkbereich von 180° geeignet - Betriebsanleitung genau beachten!)
  • Bei Funktionsstörungen ist das Lastaufnahmemittel sofort außer Betrieb zu setzen.