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Kettenzüge

Kettenzüge sind Hebezeuge die mit einer Rundgliedkette oder vereinzelt auch mit Rollenkette Lasten anheben. Durch ausgeklügelte Getriebe können Lasten in höheren Tornagen ohne gewaltigen Kraftaufwand angehoben werden.

Verschiedene Arten von Kettenzügen

Die manuellen Kettenzüge unterscheiden sich in Hebezelzüge, Flaschenzüge (Handkettenzüge) und Flaschenzüge mit Fahrwerken.
  • Hebelzüge sind kompakte Züge wobei die Kraftübertragung über einen Hebel vollzogen wird. Durch die Hebelwirkung und ein spezielles Stirnradgetriebe kann mit geringem Kraftaufwand Lasten bis zu 9000 kg gehoben werden. Die kleinsten Größen beginnen bereits bei 250 kg.
  • Stirnradflaschenzüge oder auch kurz Flaschenzüge werden über eine Handkette angetrieben. Beim Zug an der Handkette wird die Kraft über ein Haspelrad auf den Flaschenzug gegeben. Deshalb werden die Züge auch häufig Handkettenzug genannt. Am häufigsten werden diese eingesetzt wenn der Zug über dem Anwender angebracht wird. Die Handkette wird meistens auf die Höhe des aufgehängten Zuges angepasst.
  • Flaschenzüge mit Fahrwerk haben den Vorteil, dass die Lasten an einem vorhandenen I-Träger verfahren werden können. Es gibt hierfür Rollfahrwerke die durch Zug an der Lastkette verfahren werden oder Haspelfahrwerke die über eine Handkette angetrieben werden.

Funktionsweise von Kettenzügen

Kettenzüge haben eine stabile Rundgliedkette die bestimmte vorgaben erfüllen muss. Eine Hebezeugkette muss sich bei Überlast zunächst dehnen, bevor sie reist. Der Lasthaken, der das Bindeglied zur Last ist, muss sich vor dem Bruch ebenfalls vorher aufbiegen. Die Last wird mit dem Haken und der Kette über eine Kettennuss angehoben. Die Kraft wird reduziert durch ein Stirnradgetriebe. Gehalten wird die Last schließlich über eine Lastdruckbremse. Je nach Kettenzug-Typ wird die Kraft zum Anheben über ein Haspelrad mit Handkette oder einen Handhebel aufgebracht.

Prüfung von Kettenzügen

Kettenzüge müssen mindestens einmal jährlich einer UVV-Prüfung unterzogen werden. Diese UVV-Prüfung wird nach den Bestimmungen der DGUV Vorschrift 52 und 54 vollzogen. Die Ergebnisse der Prüfung müssen in einem Prüfdokument festgehalten werden. Nur nach einem positiven Prüfergebnis darf ein Kettenzug weiterhin benutzt werden.